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Diese Strauchpflanze, eine Verwandte unserer Sauerkirschen, die aber nur maximal 1,50m hoch wird, ist eine typische warmkontinentale Steppenpflanze, die in der Bundesrepublik nur noch zwischen Grünstadt und Mainz entlang der Rheinterrassen vorkommt. Sie ist dort vereinzelt an Wegböschungen oder "Rechen" anzutreffen, wächst hier in Europa isoliert an der Westgrenze ihrer Verbreitung, und ist oft mit seltenen Trockenrasenpflanzen, wie dem großen Windröschen, der Küchenschelle, der Steppen-wolfsmilch, den Träubelhyazinthen und anderen wärmeliebenden Pflanzen des Weinbauklimas vergesellschaftet. In Mettenheim und Alsheim steht sie so häufig, dass sie eigene ausgeprägte Pflanzengesellschaften (Zwergkirschengebüsche) bildet. Man findet sie als ausgedehnte Gebüschsäume in fast allen Hohlwegen und einigen freien "Rechen". Früher benutzte man ihre kleinen sauren Kirschenfrüchte als Marmeladenzusatz und ihre Wurzelstöcke als Unterlagen für Zwergformen der Kulturkirschen. Der reiche Bestand an Prunus fruticosa ist eine botanische Besonderheit.
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