Schenkungsurkunden an das Kloster Lorsch aus dem Jahre 755 belegen, dass bereits im 8. Jahrhundert ein festes Gemeinwesen in Mettenheim bestand.
Ausgrabungen und Funde beweisen jedoch, dass schon lange vor unserer Zeitrechnung Menschen in unserer Gemarkung gelebt haben. Mit Sicherheit waren in unserem Raum bis zum 5. Jahrhundert v. Christi Angehörige des indogermanischen Volksstammes der Kelten sesshaft. Die nachrückenden Germanen wurden 10.v.Chr. von den Römern unterworfen. In dieser Zeit siedelten sich bei uns die Vangonen an. Die heutige Bundesstrasse 9 war mit Sicherheit eine römische Heerstrasse - dies beweisen zahlreiche Funde von Münzen, Weingefäßen und anderem.
Am Anfang des 3. Jahrhundert wurden die Römer von den Alemannen verdrängt.
Bevor die Franken das Land in Besitz nahmen wechselten sich Burgunder und Alemannen als Besiedler ab. Die Franken unterteilten das Land in Gaue, wobei Mettenheim dem Wonnegau zugeteilt wurde.
Nach Jahren der Unruhen und Kriegswirren im 30- jährigen Krieg, der das Dorf fast entvölkerte wurde Mettenheim und seine Gemarkung von den Grafen von Leinigen in Besitz genommen. Bis zum 22. März 1690 verblieb Mettenheim im Besitz dieser Grafen.
Der letzte Graf von Leiningen, Graf Christian, war ein schlechter Wirtschafter und verkaufte wegen seiner hohen Schulden Mettenheim für 14.000 Gulden an den Frankfurter Kaufmann Jakob Campoing.
Massive Drohungen des einstigen Besitzers veranlassten Campoing das Dorf nach 19 Jahren Knechtschaft an den Grafen zu Wartenberg für 14.000 Gulden zu verkaufen.
Der neue Besitzer Johann Kasimir war ein sehr einflussreicher Mann am Hofe des Königs von Preußen. Er starb 1712 in Frankfurt am Main und sein Sohn Friedrich übernahm die Regierung in Mettenheim.
Nach Graf Friedrich folgte 1719 dessen Bruder Casimir und mit ihm für das Dorf eine segensreiche Zeit. 1726 wurde mit dem Bau des Residenzschlosses begonnen. Grundbuchauszüge von 1806 geben den Standort des Schlosses am nördlichen Ortsausgang an. Im Jahre 1748 begann die Gemeinde mit dem Bau einer Kirche, nachdem die alte zu klein und baufällig geworden war. Am 24. August 1756 wurde diese neue Kirche eingeweiht.
Diese für Mettenheim segensreiche Regierungszeit endete 1772 mit dem Tode des Grafen Casimir. Sein Nachfolger Sohn Friedrich Carl und ab 1784 dessen Sohn Ludwig waren kein Segen für Mettenheim. Erst die französische Revolution veränderte diesen Zustand. Die aufgebrachten Dorfbewohner verjagten 1792 (der große Kladderadatsch) die Grafen.
Im Frieden von Campo Formio 1797 und 1801 von Luneville, kam Mettenheim mit dem linken Rheinufer zu Frankreich.
Nach Friedensschluss im Jahre 1816 wurde Rheinhessen dem Großherzogtum Hessen zugeschlagen.
Damit begann wieder eine Zeit geordneter Verhältnisse.